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IN ERINNERUNG

Tatjana, Hildegard, Christina, Lotta, Elke, Kay, Rebecca, Floh

work in progress 1997 – 2014 / 8 Leuchtkästen je 21 x 30 x 14,5

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Sexuelle Gewalt ist ein Verbrechen, es zerbricht Vertrauen, es zerbricht Schutz, Lebensfluss und Lebenssinn, zerstört Kindheit, mordet. Die Mörder leben, lebten zumeist unbehelligt weiter: Väter, Stief- und Großväter, Brüder.

Die Lichtinstallation mit zur Zeit acht Leuchtkästen leuchtet für Frauen und Mädchen, deren Ermordung durch sexuelle Gewalt zumeist nicht offensichtlich ist. Die Leuchtkästen stehen stellvertretend für die vielen Mädchen und Frauen, die den Missbrauch nicht überlebt haben. Sie sind mit Namen, Todesursache, Geburts- und Todestag versehen und verleihen dem Erinnern Raum und Ausdruck, ihre Lebensgeschichten nicht zu vergessen.

Jede/ Jeder, die/der an ein verstorbenes Mädchen, an eine verstorbene Frau erinnern oder einen Leuchtkasten zum Gedenken widmen möchte, kann das Erinnern erweitern.

Tatjana, Hildegard und Christina sind drei Frauen, die die Künstlerin persönlich kannte. Mit diesen drei Leuchtkästen begann Renate Bühn 1997, fünf weitere sind inzwischen dazu gekommen. Elke wurde gewidmet von ihrer Freundin Frauke Mahr, Rebecca vom Mädchenhaus Köln - Kay vom Mädchenhaus Bremen. Die Eltern Barbara Heitzer und Andreas Promitzer erinnern mit einer weiteren Leuchtskulptur an die Ermordung ihrer Tochter Lotta Heitzer. Ab 2010 erinnern uns an Floh ihre Mutter Tina Reuther mit Partnerin Isabelle Feix, Flohs LeSbensgefährtin Johanna D. mit Milo, dem gemeinsamen Kind und Freundin Anja S.

 

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